Sugdidi: Deutsch-Lernen mit Fußball verbinden – Goethes Gaumardschos!

12. Juli 2012. Sugdidi. Einen Nachtrag zur Fussball-EM lieferten die Schüler-Teams aus Sugdidi mit einem Tournier, das das Deutsch-Georgische Haus Sugdidi (GDH) zum Abschluss des Schuljahres organisierte. „Das Deutsch-Lernen mit dem Fussball zu verbinden ist für uns selbstverständlich, die Deutschen sind doch so stark im Fussball!“, kommentierte die GDH-Leiterin Isolde Gorgadse das Geschehen auf dem Schulstadion der 1. allgemeinbildenden Schule von Sugdidi.

Die Verbindung zwischen Deutsch und Fußball hätte nicht besser gelingen können – angefangen mit dem Vokabel-Faltblatt zum Fußball-Wortschaft in deutscher und georgischer Sprache, den die GDH-Sekretärin Mari im Publikum verteilte. Dann stimmten die rund 60 Schüler auf dem Spielfeld die deutsche Staatshymne an – zur Überraschung einiger Gäste aus Deutschland im Publikum. Nicht zu übersehen war der deutsche Schiedsrichter Caetan aus Lüneburg, der im normalen Berufsalltag die Außenstelle des Goethe-Instituts in Kutaisi betreut.

Auf das erste Spiel, bei dem ein Mädchen-Team gegen die Jungen-Mannschaft antrat und das mit einem skandalösen 0:4 ausging, folgten drei weitere Spiele zwischen den Jungen-Mannschaften. Die geschossenen Tore und die verspielten Chancen bescherten dem Publikum wie den Spielern zahlreiche spannende Augenblicke. „Emotionell lässt sich das heutige Fußball-Erlebnis sowohl als deutsch als auch als georgisch einordnen“ – urteilte ein deutscher Zuschauer auf Nachfrage – „beim Fußball bringen alle Beteiligten das Maximum an Temperament auf, egal ob Deutsche oder Georgier“.

Das übliche Maximum an georgischer Gastfreundschaft durften die zur abschießenden Besprechung im Georgisch-Deutschen Haus versammelten Gäste erleben. Bereits nach wenigen Weingläsern auf die neuen Bekanntschaften, zukünftige Freundschaft und Zusammenarbeit einigten sich die Teilnehmer der Tafelrunde auf einen universellen Trinkspruch auf alle Vorhaben zur Verbreitung der deutschen Kultur und Sprache in Georgien – „Goethes Gaumardschos!“

Veröffentlicht unter Kultur | Hinterlasse einen Kommentar

Großstadtprojekt Lasika in Sugdidi diskutiert

30. Mai 2012. Sugdidi. Im “Zentrum demokratischer Beteiligung” in der Regionalhauptstadt Sugdidi wurde heute das Projekt der neuen Großstadt “Lasika” diskutiert, das erstmals im Dezember 2011 vom georgischen Präsidenten angekündigt wurde. Die Stadt soll innerhalb von 10 Jahren entstehen und mit rund 0.5 Mio Einwohner als Industrie- und Wirtschaftszentrum von ganz Georgien fungieren. Im Zentrum der Diskussion stand die angedachte Finanzierung durch Privatinvestoren, die vorgesehene Selbstverwaltung und womöglich eigene Gesetzgebung im Rahmen georgischer Verfassung sowie die Realisierbarkeit des Projektes, das von vielen als unrealistisch eingeschätzt wird.

Die Stadt soll unweit von Sugdidi entstehen, wo schon nicht ohne sichtlichen Fortschritt Projektstädte mit Riviera-Flair wie Anaklia und Ganmuchuri aus dem Boden gestampt werden.

Veröffentlicht unter Wirtschaft | Hinterlasse einen Kommentar