Sugdidi

Sugdidi (georgisch ზუგდიდი) hat ca. 87.000 Einwohner und ist die Hauptstadt der Region Mingrelien-Oberswanetien. Die Stadt hat ein Dutzend allgemeinbildende Schulen, eine georgisch-französische Oberschule, die einen französischen Lizeumabschluss ermöglicht, eine staatliche und eine private Universität.

Das Palast der Fürsten Dadiani, die Mingrelien mehrere Jahrhunderte lang regierten, ist ein Muss für jeden Besucher der Stadt. Eine schöne Parkanlage mit Springbrunnen mitten in Sugdidi lädt zum Verweilen ein. Das im Palast untergebrachte Museum für Geschichte und Volkskunde beherbergt zahlreiche Zeugnisse aus mehreren Jahrhunderten, die das Leben des Volkes in Mingrelien und der Fürsten dokumentieren.

Schachspiel. Bemerkenswerterweise sind Dadianis auch in der Schachwelt ein Begriff. Andria Dadiani – in der Schachliteratur als “Prinz Dadian von Mingrelien” bekannt – war an der Wende des 19. und 20. Jahrhunderts ein prominenter Förderer des Schachspiels. Selbst ein Schach-Amateur legte er in Sugdidi den Grundstein für die Tradition des Schachspiels. Dieser Tradition verdankt u.a. die berühmte georgische Schachspielerin Nona Gaprindaschwili ihre Karriere, die fünf Mal die Frauenmeisterschaft der Sowjetunion gewann und 1978 als erste Frau den Großmeistertitel der Männer errang.

Festung Ruchi. An der Ausfahrt aus Sugdidi Richtung Abchasien stößt der Reisende auf die Reste der Festung Ruchi, die der Fürst Lewan Dadiani im 17. Jahrhundert zum Schutz gegen die Türken errichten ließ.

Den Botanischen Garten von Sugdidi ließen Dadianis in der Nähe deren Palastes anlegen, in dem sich heute das Museum für Geschichte und Volkskunde befindet. Der Garten wurde später auf Betreiben der Fürstin Ekaterine Tschawtschawadse ausgebaut und zu einem einzigartigen Garten in ganz Kaukasus umgestaltet. Viele Bäume wurden allerdings während türkischer Besatzungen gefällt.

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