Anaklia

Die ersten Highlights des ambiziösen Reviera-Bauprojektes im Norden von Westgeorgien sind inzwischen nicht nur auf dem Reißbrett zu sehen. Im Dorf Anaklia, unweit der Regionalhauptstadt Sugdidi ist seit August 2010 ein 4-Sterne-Hotel ANAKLIA im Betrieb. Das von der Regierung aufgelegte Programm zur Ansiedlung von Tourismusbetrieben in Anaklia, sieht den Bau von weiteren fünf Hotels dieser Klasse in Anaklia vor. Diese sollen in 18 Monaten in Betrieb genommen werden.

Geschichte:
Die Entstehung von Anaklia als kleiner Hafenstadt datiert man in die mittlere Bronzezeit zurück. Damals war es eine typische Siedlung des Königreichs Kolchis, das sich territoriell in etwa mit dem heutigen Mingrelien deckt und bis ca. 100 Jahre v. Christus unabhängig war. Königreich Kolchis war das von Homer besungene Land des Goldenen Vlieses, das von Argonauten auf ihrer Reise angesteuert wurde. Der Name eines unweit von Anaklia gelegenen Dorfes Kolkhida ist deckungsgleich mit der griechischen Bezeichnung des Königreichs Kolchis.

Nach dem Zerfall des georgischen Königreiches wurde Anaklia im Fürstentum von Mingreilien zu einer bedeutenden Hafenstadt mit Festung und Fischhandel. Nach der Eroberung durch das Osmanische Reich in 1723 war die Stadt zeitweise türkischer Militärhafen und Umschlagsplatz von Sklaven.

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